Ein Parfum riecht nicht von der ersten Minute bis zum Abend gleich. Es entfaltet sich in Etappen – Parfümeure sprechen von der Duftpyramide mit Kopf-, Herz- und Basisnote. Wer diese Struktur kennt, versteht Produktbeschreibungen besser und findet leichter den passenden Duft.
Die Duftpyramide
- Kopfnote: der erste Eindruck. Meist frische, leichte Noten wie Zitrus, Bergamotte oder Kräuter. Sie sind sofort wahrnehmbar und verfliegen am schnellsten.
- Herznote: der Charakter des Duftes. Häufig blumige oder würzige Noten wie Rose, Jasmin oder Gewürze. Sie entfalten sich, wenn die Kopfnote nachlässt.
- Basisnote: das Fundament. Schwere, warme Noten wie Holz, Oud, Amber, Moschus oder Vanille. Sie bleiben am längsten auf der Haut.
Beispiel: Christopher Hanlon
Die Düfte von Christopher Hanlon zeigen die Duftpyramide besonders schön – mit seltenen australischen Pflanzennoten:
- Silver Penny: tropische Zitrusnoten aus Queensland und Bergamotte zu Beginn, Safran, Neroli und Manuka im Verlauf, westaustralisches Sandelholz als Fundament.
- Royal Banksia: ein frischer Zitrus-Grün-Auftakt mit Bergamotte, Blutorange und Wüstenlimette, im Herzen Banksia, Honig-Grevillea, Tuberose und Orchidee.
- Black Jasmine Rose: frische Orange, Beeren und Mandarine oben, Jasmin und Rose im Herzen, Oud und Sandelholz in der Basis.
Mehr über die Marke lesen Sie in unserem Porträt Christopher Hanlon – Luxus aus Sydney.
Beispiel: orientalische Düfte
Orientalische Düfte leben von ihren warmen, intensiven Basisnoten:
- Oud: holzig, harzig, oft rauchig – mehr dazu im Oud-Ratgeber.
- Amber: warm, weich und leicht süß.
- Moschus: sanft, pudrig und hautnah – zum Beispiel Musc Noir mit frischen Kräutern, Moschus, Oud und Amber.
Duftfamilien im Überblick
- Blumig: Rose, Jasmin, Tuberose, Orangenblüte
- Holzig: Sandelholz, Zeder, Oud, Vetiver
- Orientalisch: Amber, Gewürze, Vanille, Harze
- Frisch: Zitrus, Bergamotte, grüne Noten, Kräuter
- Gourmand: Vanille, Karamell, Honig, Tonkabohne
Tipps für den Dufttest
- Auf der Haut testen: Auf dem Teststreifen wirkt ein Duft anders als auf der Haut.
- Zeit lassen: Den Duft mindestens 15–30 Minuten wirken lassen, bevor Sie entscheiden – erst dann zeigt sich die Herznote.
- Nicht zu viele auf einmal: Nach drei bis vier Düften ermüdet die Nase.
Häufige Fragen
Warum riecht ein Parfum nach einer Stunde anders?
Weil die leichten Kopfnoten verflogen sind und Herz- und Basisnoten in den Vordergrund treten.
Welche Noten halten am längsten?
Basisnoten wie Oud, Amber, Moschus, Holz und Vanille.



