Auf jedem Flakon steht eine Bezeichnung: Extrait de Parfum, Eau de Parfum, Eau de Toilette oder Cologne. Sie verrät, wie hoch der Anteil an Duftstoffen ist – und damit, wie intensiv ein Duft wirkt und wie lange er auf der Haut bleibt. Hier erfahren Sie, was hinter den Begriffen steckt und welche Konzentration zu welchem Anlass passt.
Was bedeutet „Konzentration“ beim Parfum?
Ein Parfum besteht aus Duftstoffen (dem Parfumöl) und einem Träger, meist Alkohol. Die Konzentration gibt an, wie viel Parfumöl im Verhältnis enthalten ist. Je höher der Anteil, desto intensiver und in der Regel länger anhaltend ist der Duft.
Wichtig: Die Prozentangaben sind branchenübliche Richtwerte. Sie sind nicht gesetzlich festgelegt, und jeder Hersteller interpretiert sie etwas anders.
Die Konzentrationen im Überblick
- Extrait de Parfum (auch Parfum oder Extrait): etwa 20–30 % Duftstoffe. Die intensivste Form – wenige Tropfen genügen. Zum Beispiel Maison Maïssa Bakhta Extrait de Parfum.
- Eau de Parfum (EdP): etwa 15–20 %. Ausgewogen zwischen Intensität und Leichtigkeit – die beliebteste Konzentration für den Alltag. Zum Beispiel Karamat Oudh Eau de Parfum.
- Eau de Toilette (EdT): etwa 5–15 %. Leichter und frischer, ideal für tagsüber und warme Tage. Zum Beispiel Christopher Hanlon Royal Banksia Eau de Toilette.
- Eau de Cologne: etwa 2–5 %. Sehr leicht und erfrischend, für ein kurzes Dufterlebnis. Zum Beispiel Christopher Hanlon Outback Sapphire Cologne.
- Körperspray (Body Mist): noch geringer konzentriert, für einen sanften Duft am ganzen Körper. Zum Beispiel Musc Tahara Körperspray.
Sonderform: Parfumöl ohne Alkohol
Im Orient haben Parfumöle eine lange Tradition. Sie enthalten keinen Alkohol – die Duftstoffe sind in einem Öl gelöst. Parfumöle werden direkt auf die Haut getupft, wirken nah am Körper und sind sehr ergiebig. Viele mögen sie, weil sie ohne Alkohol auskommen. Zum Beispiel Karamat Sultan Parfumöl oder das konzentrierte Dehn Al Oud Parfum-Elixier.
Welche Konzentration passt zu mir?
- Für Abende und besondere Anlässe: Extrait de Parfum oder Eau de Parfum – intensiv und ausdrucksstark.
- Für Büro und Alltag: Eau de Parfum sparsam oder Eau de Toilette – präsent, aber nicht aufdringlich.
- Für Sommer und Sport: Eau de Toilette, Cologne oder Körperspray – leicht und frisch.
- Für einen Duft nah an der Haut: Parfumöl – dezent für andere, intensiv für Sie selbst.
Wovon hängt die Haltbarkeit ab?
Nicht nur die Konzentration entscheidet, wie lange ein Duft hält:
- Duftnoten: Schwere Basisnoten wie Oud, Amber, Moschus oder Hölzer halten länger als frische Zitrusnoten.
- Haut: Gepflegte, leicht eingecremte Haut hält Duft besser als trockene Haut.
- Auftragen: An Pulspunkte wie Handgelenke, Hals und Armbeugen sprühen oder tupfen – und nicht verreiben.
- Textilien: Auf Kleidung und Schals bleibt Duft oft länger wahrnehmbar als auf der Haut. Bei hellen oder empfindlichen Stoffen vorher an einer unauffälligen Stelle testen.
Häufige Fragen
Ist ein Extrait de Parfum immer besser als ein Eau de Toilette?
Nicht unbedingt. Ein Extrait ist intensiver, ein Eau de Toilette leichter. Welche Form besser ist, hängt vom Duft, vom Anlass und von Ihrem Geschmack ab.
Riecht derselbe Duft als EdP und EdT gleich?
Nicht immer. Hersteller passen die Komposition bei unterschiedlichen Konzentrationen oft leicht an, sodass sich die Varianten unterscheiden können.
Wie viel Parfum sollte ich auftragen?
Bei einem Extrait genügen ein bis zwei Tropfen oder Sprühstöße, bei einem Eau de Toilette dürfen es etwas mehr sein.